Illcorons Ritt

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Illcorons Ritt

Beitragvon Aevo » Sa 12. Jun 2010, 17:55

Illcoron reitet durch die Trollhöhen. Er war in der Feste Guruth gestartet und war auf dem Weg nach Bruchtal. Der Rucksack war schwer von den Reagenzien die in der Studierstube in letzten heimeligen Haus verschiedene nützliche Gegenstände werden sollten.
Der Elb hätte auch die geheimen Elbenpfade nach Bruchtal nehmen können, aber er wollte wieder einmal den Wind in den Haaren und das rauschen in seinen Ohren genießen.
Der Graue den Illcoron den Namen „Sturmwind“ gegeben hatte war, ob der langen Pause seit dem letzten Ritt, ausgeruht und preschte nun durch die Trollhöhen. Von Illcoron nur leicht mit den Schenkeln gelenkt.
Kurz als er den Bergpfad von der Bruinenfurt in das Hochmoor hinter sich gelassen hatte vernahmen seine Ohren ein Geräusch das ihm bekannt war. Sacht zog er die Zügel zurück und brachte Sturmwind vor einem kleinen Wäldchen zum stehen.
Angestrengt lauschte er. Es klang wie ein Lorienkäuzchen ... oder sollte es ...
Bilder begannen vor seinem geistigen Auge zu erscheinen. Zwei junge Elben ... der goldenen Wald ... der Erkennungspfiff ...
Plötzlich kam aus dem nichts ein Wurfspiess geflogen, verfehlte ihn nur knapp und bliebt in einem Baum stecken. Sturmwind scheute und stieg mit den Vorderläufen auf. Illcoron verlor den Halt und sein schwerer Rucksack ließ ihn rückwärts aus dem Sattel kippen.
Als er, noch leicht benommen, aufsah blickte er auf eine Speerspitze ... Verdammt!
Als er seinen Kopf schüttelte um wieder klar zu werden verschwand die Speerspitze und eine starke Hand ergriff seinen Arm.
Als er hochgezogen wurde und in das Gesicht seines Gegenübers sah glaubte er in einen Spiegel zu sehen. Der Kopf gegenüber schüttelte sich vorwurfsvoll, aber die stahlblauen Augen, die den seinen so glichen, glänzten vor Freude.
Wie lange ist es jetzt her überlegte Illcoron. Fast 15 Jahre ... als er gemeinsam mit seinen Bruder Illcoras von Lothlorien aus in die Welt aufbrach.
Lange schauten die Brüder sich in die Augen. Nach einer Weile unterbrach Illcoras den Blick, schulterte Illcorons Rucksack und wandte sich zum gehen. Als Illcoron ihn fragend ansah nickte er erst in Richtung von Sturmwind und deutete seinen Bruder dann ihm zu folgen. Ach ja, die Pferde und sein Bruder ...
Sein Bruder ging so schnell vor ihm her das Illcoron kurz überlegt auf Sturmwind aufzusitzen und seinen Bruder hinterher zu reiten. Dann entschloss er sich aber doch hinter seinen Bruder herzulaufen.
Der kurze Marsch ging zu einem Platz der nahezu perfekt für ein Lager geeignet war:
In einer Senke, schlecht einzusehen, die Schlucht im Rücken und gute Sicht auf die Straße durch das Hochmoor.
Als er am Rand der Senke Sturmwind lose an einem Baum gebunden hatte, bückte er sich um ein Stück Holz auf zu lesen. Also er wieder hoch schaue sah er seinen Bruder den Kopf schütteln. Seufzend ließ er das Holzstück wieder fallen. Gut, ein Lagerfeuer würde weithin sichtbar sein, aber wer sollte das denn hier sehen?
Also saßen sie jetzt gemeinsam um ein nicht vorhandenes Lagerfeuer und unterhielten sich.
Lautlos, nur mit den Augen. Beide Brüder tauschten sich so aus was sie seit dem Abschied aus Lothlorien erlebt hatten. Und Illcoron erzählte auch von den Nirnaeth na i Anar, seiner Rückkehr in den goldenen Wald und seinen Dienst für den Herrn und die Herrin. An dieser Stelle schien es Illcoron das sein Bruder etwas wehmütig auf den Boden schaute.
Plötzlich sah er Illcoras die Stirn kraus ziehen und es schien als blicke er in sich hinein.
Illcorons fragenden Blick beantwortete er damit das er seinen erhobenen Zeigefinger senkrecht vor seine Lippen hielt.
Lautlos erhob er sich und lauschte in die Nacht hinein. Illcoron meinte ein Blitzen in den Augen seines Bruders zu sehen bevor dieser seinen Köcher mit Wurfspießen schulterte, seinen Schild am linken Unterarm befestigte und seinen Speer in das Futteral an seinen Rücken steckte. Illcoron hatte auch etwas gehört, das aber für ein Tier gehalten. Sein Bruder war aber von je her der bessere Jäger gewesen. Also schickte sich Illcoron an seinen Bruder nach zu gehen der so eben die kleine Senke verließ.
Am Waldrand stoppe sein Bruder und ging in die Hocke. Als Illcoron es ihm gleich tat zog sein Bruder mit der linken Hand sacht einen Zweig zur Seite. Durch die entstandene Lücke konnte Illcoron im Halbdunkeln drei Gestalten erkennen die sich eben anschickten ein Lager zu errichten. Einen Moment später erkannte er das das keine harmlosen Wanderer waren sondern ... Orks.
Ein böses Lächeln umspielte die Mundwinkel seines Bruder als er, den Speer in der linken und einen Wurfspiess in der rechten in Stellung ging. Jetzt zog auch Illcoron seine Runensteine aus seiner Gürteltasche und machte sich kampfbereit. Mehr aus Gewohnheit als aus Absicht richtete er sie in Richtung Boden und konzentrierte sich.
Zwei Lidschläge vor Illcoras Spiesswurf aus dem Hinterhalt brach eine Rune aus der Erde. Von dem Geräusch alarmiert drehten sich die drei Orks zu den beiden Brüdern und griffen zu ihren Waffen. Der geplante Hinterhalt war misslungen. Ein wütender Blick seines Bruders traf Illcoron. Dann drehte sich Illcoras wieder zu den Orks und in der Drehbewegung schleuderte er seinen Wurfspiess. Der Spiess durchbohrte die Schulter des größten Orks und auch wenn er nicht mehr überraschend kam warf er den Ork doch zu Boden. Blitzschnell wechselte der Speer die Hand zur rechten und der Ansturm mit dem Schild voran und der gezielten Speerstoß kostete dem ersten Orks das Leben. Illcoras stellte seinen Fuß auf den Ork und seinen Speer aus dem toten Körper zu ziehen. Die beiden übrigen Orks erwachten aus ihrer kurzzeitigen Starre und wendeten sich jetzt Illcoras zu. Als der zweite unter den Blitzen von Illcoron und den Speerschlägen von Illcoras, die schon fast einer Stahlwand glichen, fiel und sich Illcoras gerade den letzten Ork zuwenden wollte, traf diesen ein Blitzbündel und er brach, in der Bewegung jäh gestoppt, in sich zusammen.... gewonnen!

Illcoras schaute sich kurz um ob noch weitere Gegner aufgetaucht waren. Dann blickte er seinen Bruder an. Aber nicht Vorwurf oder Tadel lag in seinen Blick sondern Stolz. War aus dem Bücherwurm doch noch ein Kämpfer geworden. Als sie die Spuren des kleinen Scharmützel beseitigt hatten und wieder an ihrer Lagerstelle saßen dachte Illcoras nach. Vielleicht war der Weg durch Moria doch ein gangbarer in Richtung seiner Heimat. Vielleicht war es auch an der Zeit seine Zeit als Einzelgänger aufzugeben und sich einer Gemeinschaft anzuschließen. Man wird es sehen...
Feuer und Stahl sind meine Gaben, für Jene, die unsere Feinde sind. Wolfsmond - Auf den Schwingen des Drachen
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